Depot-Kredit-negative Schufa - widerspricht sich das?

17.10.2017

Politiker predigen es seit Jahren: Eine ordentliche Altersvorsorge kann nicht nur von staatlicher Seite erwartet werden, sondern basiert auf mehreren Säulen. Eine dieser Säulen ist der Verbraucher selbst, der sich in Eigenregie um eine Geldanlage kümmern muss, die langfristig als Absicherung angesehen werden kann.

Nun fällt es jedoch vielen Verbrauchern schwer, nicht nur eine passende Geldanlage zu finden, sondern diese auch zu füttern. Auch wenn immer behauptet wird, dass auch kleinen Summen einen Erfolg mit sich bringen, so weiß doch jeder, dass nur große Beträge, die zu einer guten Rendite angelegt werden, letztendlich auch den gewünschten finanziellen Erfolg bringen. Doch womit das Depot füttern, wenn keine Ersparnisse vorhanden sind und gleichzeitig die Schufa ein deutliches Minus aufzeigt? Ein Kredit ohne Schufa könnte die Lösung sein.

Der Kredit für den Wertpapierkauf - das sollten Sie wissen

Ist die Schufa schlecht und wird daher ein Kredit ohne die Abfrage der Schufa gesucht, ist das Angebot an passenden Geldgebern deutlich eingeschränkt. Denn die traditionellen Bankhäuser fragen immer die Schufa ab. Daher bleiben nur private Geldgeber übrig, die mitunter zwar auch die Schufa abfragen. Dabei wird jedoch nur geschaut, ob Einträge vorhanden sind, die generell gegen eine Kreditaufnahme sprechen. Dies wären beispielsweise Einträge bezüglich einer Insolvenz, einer eidesstattlichen Versicherung oder eines Haftbefehls. Solche "harten" Einträge dürfen nicht zur Kreditaufnahme führen, da dies gegen das Gesetz und geltende Regelungen verstoßen würde.

Einträge bezüglich einer Schuld, die noch nicht beglichen oder noch nicht aus der Schufa gelöscht wurden, sind für die private Geldgeber wie beispielsweise Maxda kein Problem. Solange der Kreditinteressent ausreichend andere Sicherheiten wie ein gutes Einkommen sein Eigen nennen kann, steht einer Kreditaufnahme nichts im Wege. Einen Kredit ohne Schufa von Maxda beantragen ist somit durchaus möglich.

Allerdings muss sich der Kreditinteressent auch immer die Frage stellen, ob er sich den Kredit auch leisten kann. Sicherlich ist es schön, wenn auch an die Zukunft gedacht und das Depot mit Wertpapieren gefüllt werden kann. Doch auch im Hier und Jetzt muss irgendwie gelebt werden. Und das funktioniert nur, wenn die monatlichen Ratenzahlungen das zur Verfügung stehende Budget nicht allzu sehr schmälern.

Auch wenn dies höhere Zinszahlungen mit sich bringt, empfiehlt es sich, die monatlichen Raten für den Kredit nicht zu hoch anzusetzen. Lieber ein Jahr länger zurückzahlen und dadurch kleinere Raten erzeugen, als auf Krampf eine schnelle Rückzahlung anzustreben. Dies geht in den meisten Fällen nämlich gewaltig schief.

Ebenfalls empfehlenswert ist es, im Vorfeld genau zu analysieren, wie viel Geld wirklich benötigt wird. Hohe Summen im Depot sind immer eine feine Sache. Doch erzeugen diese selbst bei langer Laufzeit zu hohe monatliche Raten, droht eine Überschuldung und das Depot muss mitunter wieder aufgelöst werden. In solchen Fällen kann es immer nur Verluste geben, die sich natürlich niemand wünscht.

Ferner muss sich der Kreditinteressent im Klaren darüber sein, dass die Zusammenstellung und Verwaltung von einem Depot kein Kinderspiel ist. Auch wenn uns dies die Werbung gerne einmal so suggeriert. Der Wertpapierhandel ist ein hartes Pflaster, auf dieses man sich nicht nur einlassen muss. Man muss den Handel auch verstehen, ihn engmaschig begleiten und permanent kontrollieren. Eine Handelsstrategie sollte daher ebenso obligatorisch sein wie das permanente Hinterfragen der Strategie. Wer selbst handeln will und den Handel nicht in fachkundige Hände gibt, muss somit selbst zum Experten werden und sich das benötigte Wissen aneignen.

Unser Tipp: Viele Broker bieten nicht nur gute Depots an, sondern auch verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen. Zudem stehen Tools zur Verfügung, die den Handel der Wertpapiere erleichtern. Im besten Falle wird ein Broker ausgewählt, der ein kostenloses Demokonto beziehungsweise Depot zur Verfügung stellt. Dieses ermöglicht das Erlernen der ersten Schritte für den Handel, ohne dass dafür gleich eigenes Geld zum Einsatz kommen muss. Ein Angebot, welches man sich als Laie nicht entgehen lassen sollte.