Lebensversicherung - Die 3. Säule

Die private Vorsorge wurde 1972 in der Schweizerischen Bundesverfassung verankert. Die 3. Säule dient dazu, Einkommenslücken aus den ersten beiden Säulenweitgehend zu schliessend. So soll der Lebensstandart auch im Ruhestand gesichert werden.

Sparen für Sich und seine Familie

Die Private Vorsorge ist nicht zwingend und daher freiwillig. Damit es jedoch lukrativ wird, wird die 3. Säule vom Bund und Kantonen in Form von Steuervergünstigungen gefördert. Finanziert wird die 3. Säule im Kapitaldeckungesverfahren. Das heisst, jede Persone, die sich bereit erklärt, in die 3. Säule zu investieren, bezahlt direkt für seine eigene Leisutng und spart damit auf sein Alter.



Die Säulen 3a und 3b im Vergleich

Die private Vorsorge wird in zwei Säulen unterteilt: die Säule 3a (gebundene Vorsorge) und 3b (freie Vorsorge). Hier die wichtigsten Unterschiede:

Säule 3a (gebundene Vorsorge)
Säule 3b (freie Vorsorge)


Personenkreis

Erwerbstätige mit Wohnsitz Schweiz

Jede Person (weltweit)


Zweck

Altersvorsorge

Frei wählbar


Beiträge 2017

Der vom Bund festgesetzte Maximalabzug für die gebundene Vorsorge (Säule 3a) beträgt 2015:

  • Max. CHF 6'768 für Erwerbstätige, die einer Pensionskasse angehören
  • 20% des Erwerbseinkommens (max. CHF 33'840) für Erwerbstätige, die keiner Pensionskasse angehören.

Höhe und Zahlungsrhythmus frei wählbar


Steuern

Beiträge sind vom steuerbaren Einkommen abzugsfähig. Bei Auszahlung: reduzierter Steuersatz, getrennt vom übrigen Einkommen.
Wenn beide Ehegatten oder eingetragenen Partner erwerbstätig sind und Beiträge an eine anerkannte Vorsorgeform leisten, können beide die Abzüge beanspruchen.

Im Rahmen der Pauschalabzüge für Versicherungsprämien. Während der Laufzeit werden die Rückkaufswerte von Versicherungspolicen als Vermögen besteuert. Bei Auszahlung steuerfrei.


Bezug

Bezug frühestens 5 Jahre vor und spätestens 5 Jahre nach ordentlichem AHV-Alter (Männer 65/Frauen 64)

Frei wählbar


Vorbezug

In folgenden Fällen möglich:

  • Finanzierung von selbstbewohntem Wohneigentum
  • Vorsorgenehmer bezieht eine ganze Invalidenrente
  • Einkauf in eine Pensionskasse
  • Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
  • Verlassen der Schweiz (Auswanderung)
  • Tod des Vorsorgenehmers

Keine Einschränkung


Begünstigung

Im Alter und bei Invalidität: Nur Versicherter selber
Im Todesfall: Nur Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister

Begünstigte frei einsetzbar unter Beachtung